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Wilde Heimat zeigt euch den „persischen Ehrenpreis“…in Fellbach!

Wilde Heimat zeigt euch den „persischen Ehrenpreis“…in Fellbach!

Gesund leben, gesund kochen und am besten die Zutaten eigenhändig direkt von Mutter Natur „einkaufen“, ohne an der Kasse anstehen zu müssen natürlich. Das bietet „Wilde Heimat“. Wildkräuter haben in der Küche eine lange Tradition, früher mehr als heutzutage wissen die beiden Frauen von Wilde Heimat aus Fellbach. Eva Sanwald, Pherenike Mezger und Marc Sanwald haben vor 2 Jahren die erste Idee gehabt und inzwischen sind sie zu dritt die „Wilde Heimat“. Ob Kräuterwanderungen, leckere Rezepte mit heimischen Wildkräutern, Catering oder Moderation. Als Team funktionieren die Drei wie eine Eins! Wir haben Eva und Pherenike zum Gespräch eingeladen und viel Neues erfahren über Wildkräuter, Leckereien und über den in Fellbach heimischen „Perser“…

Eva, Pherenike wie ist die Idee für „Wilde Heimat“ entstanden?

Pherenike: Die Idee an sich ist vor 2 Jahren entstanden als wir Drei uns kennengelernt haben. Der Ehemann von Eva, Marc Sanwald, ist mein Arbeitskollege und so lernten wir uns kennen. Als ausgebildete christliche Gesundheitsberaterin war ein Interesse an Wildkräutern schon da bei mir.

Eva: Wir haben zusammen Rezepte mit heimischen Wildkräutern ausprobiert und guter Geschmack verstärkt die Idee zu sagen „das machen wir zum Beruf“. Wir sind allgemein naturverbundene Menschen und möchten mit der Ernährung etwas bewirken. Mit „Wilde Heimat“ wollen wir genau das erreichen.

Euer Team, wie ist die Aufgabenverteilung bei euch Drei?

Pherenike: Catering machen wir als Team. Die Wildkräuterwanderungen führen Eva und ich durch.

Eva: Ich bin neben den Wanderungen auch kaufmännisch aktiv. Sportmoderation ist Sache meines Mannes Marc. Rezepte kann man sagen - ist Teamsache, da hat jede und jeder eigene Ideen, Kreationen und Vorlieben.

Was macht Wildkräuter interessant und so wertvoll für euch?

Pherenike: Wildkräuter wachsen direkt vor der Haustüre sozusagen. Sie sind immer regional und Regionalität in der Ernährung wird immer wichtiger. Sie sind gesund und haben sehr wertvolle Vitamine und Nährstoffe. Nachhaltig sind sie ebenfalls, sie wachsen nach und das von allein. Kostenlos sind sie auch.

Eva: Das Sammeln dieser Kräuter, die Suche im Freien danach, dazu die Natur und frische Luft, dieses Gesamtpaket ist unschlagbar. Sie sind gesund beim Verzehr und Bewegung rückt auch immer mehr in den Vordergrund, was die menschliche Gesundheit angeht. Wildkräuterwanderungen sind Burnout-Prävention, gesunder Lebensstil und leckeres Essen in einem. Entschleunigen und dabei gutes Tun.

 Welche Kräuter wachsen in Fellbach und direkte Umgebung?

Pherenike: Hier sollte man zunächst unterscheiden, dass nicht alle Kräuter durchgehend wachsen, auch Wildkräuter haben „Saison“. Auf Anhieb könnte man hier Löwenzahn und Brennnessel nennen, die sind auch allgemein deutlich bekannter.

Eva: Wegerich, Pimpinelle und viele andere wachsen hier und in der Umgebung. Die Wildkraut mit dem interessanten Namen „Persischer Ehrenpreis“ ist übrigens trotz Name auch eine heimische Kraut. Wer noch mehr wissen, oder alle Kräuter auf Anhieb erkennen möchte, sollte bei unseren Wildkräuterwanderungen mitmachen.

Wo in Fellbach wird man fündig, was Wildkräuter angeht?

Pherenike: Im eigenen Garten, an Waldrändern, auf dem Kappelberg. Fellbach bietet viel Natur, viel Grün und somit auch viele Wildkräuter.

Eva: Man sollte dabei natürlich darauf achten, dass man an Orten sucht, die eher etwas abseits der landwirtschaftlich bewirteten Flächen liegen. Auch ist es wichtig da zu suchen, wo die Luftverschmutzung niedriger ausfällt. Je „natürlicher die Umgebung, desto natürlicher ist die Wildkraut“.

Welche Tipps habt ihr für Hobby-Gärtner, die diese Kräuter im eigenen Garten pflanzen möchten?

Pherenike: Wildkräuter gibt es inzwischen auch vereinzelt im Einzelhandel, aber auch der eigene Garten und Balkon eignet sich ideal dafür. Die meisten Wildkräuter sind gut geeignet für den Eigenanbau und sehr oft auch „pflegeleicht“.

Eva: Frühere Generationen hatten deutlich mehr Wissen, was Wildkräuter angeht. Ein Gespür dafür, welche Kraut sich für was am besten eignet. Dieses Wissen ist etwas verloren gegangen in den letzten Jahren und Generationen. Aber im Endeffekt kann jeder auch zu Hause diese Wildkräuter problemlos anbauen.

Warum sollte man eure Wildkräuterwanderungen besuchen?

Pherenike: Wir sind in der Natur in eher überschaubaren Gruppen unterwegs. Maximal 10 Leute, frische Luft und viel Wissen über heimische Kräuter bieten wir an. Das ist eine Kombi, die jedem guttut.

Eva: Wir stellen diese Pflanzen nicht nur vor, sondern erklären, für was sie gut sind, welche Gerichte man mit ihnen zubereiten kann, welche Kraut sich als Tee super eignet bei einer Erkältung und noch vieles mehr. Nach der Kräuterwanderung kann jeder selbst immer wieder in die freie Natur losziehen und nachhaltig seine Kräuter zusammensuchen.

 

Habt ihr eine „Lieblings-Wildkraut?

Pherenike: Rotklee. Steht für Glück und Ausgeglichenheit.

Eva: Ist auch auf unserem Logo vertreten.

 Gibt es ein Rezept mit in Fellbach wachsenden Kräutern?

Beide: Spitzwegerich-Käse-Salat! Es ist Frühling und dieser Salat passt perfekt!

Pherenike und Eva bieten die Wildkräuterwanderungen zu festen Terminen an, aber auch Gruppen mit Voranmeldung sind willkommen. Eva, Pherenike und Marc haben alles Wissenswerte rund um Wildkräuter: Wanderungen, Catering und Moderation. Ihre Webseite www.diewildeheimat.de fasst alles über die Kräuter zusammen, auf Instagram sind sie auch aktiv. Wer Lust auf leckere Rezepte hat sollte Instagram: @wildeheimat0411 definitiv im Auge behalten. Eine gute Nachricht zuletzt: Im Sommer veranstalten die Stadtwerke Fellbach wieder ihr Event „Live im Park“ und Wilde Heimat ist mit ihrem Food Truck vertreten. So viel vorweg, es wird lecker und gesund…und lecker wird es auch natürlich.