"Fellbach aus LEGO"
Um Dänemark, eines der Gastländer des diesjährigen Kultursommers und Heimatland der weltberühmten LEGO-Steine, zur Geltung zu bringen, hat das Kulturamt das LEGO-Lese-Café in der Galerie ins Leben gerufen. Doch bis zur Eröffnung am Sonntag, 10. Mai, gibt es vor allem für Martin Schaal noch einiges zu tun. Er ist in den sozialen Netzwerken als „Der alte Mann und der Stein“ bekannt und schätzt vor allem den Austausch mit seiner Community beim Bauen. Er wird ein Gebäude aus Fellbach mit LEGO-Bausteinen erstellen. Da ihm der Austausch besonders wichtig ist, können alle mit abstimmen.
Ablauf für euer LEGO-Bauwerk aus Fellbach:
Auf seinen Social-Media-Kanälen lädt er schon fleißig mit einem Computerprogramm erstellte Bauwerke hoch – in verschiedenen Maßstäben und mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Außerdem kann hier immer fleißig mitgeraten werden, was sich hinter den virtuellen LEGO-Steinen verbirgt.
Ein Kommentar unter einem entsprechenden Gebäude aus Fellbach zählt für den Renninger Martin als Stimme. „Ein Like hat für mich keine Bedeutung. Ich schätze den Austausch sehr und freue mich über Kritik, Ideen und Verbesserungsvorschläge. Das ist der Grund, warum ich LEGO baue.“ Ab Anfang Februar wird er sich für das Gebäude mit den meisten Stimmen entscheiden. Doch auch dann ist das Mitbestimmungsrecht noch nicht zu Ende. Ob viele Details oder ein kleiner Maßstab mit mehr Umfeld – das liegt in der Hand der Follower. Martin hat kein persönliches Lieblingsgebäude in Fellbach. „Es muss nicht unbedingt die Musikschule gewinnen, da diese eine sehr runde Architektur aufweist und LEGO-Steine hauptsächlich eckig sind.“
Insiderwissen: Im Gespräch mit Martin haben wir erfahren, dass aktuell die Lutherkirche vorne liegt. Falls ihr mitbestimmen wollt und das Projekt verfolgen möchtet, könnt ihr dies auf dem Account von „Der alte Mann und der Stein“ auf Instagram und Facebook tun.
Die große LEGO Sammlung
Er hat alle LEGO-Teile für einen möglichen Bau zu Hause. Das ist bei über 500.000 LEGO-Steinen auch kein Wunder. Mithilfe von 400 Kisten und 300 Sortierboxen behält er den Überblick. Er sagt jedoch auch: „Wer ungern sortiert, sollte um LEGO-Steine einen großen Bogen machen.“
Dass sich Erwachsene für LEGO interessieren und dies als Hobby oder Leidenschaft ausüben, hat sich erst in den letzten Jahren verstärkt entwickelt. Für Martin Schaal ist es aktuell die dritte LEGO-Phase. Die erste Phase hatte er ganz typisch als Kind. Später holte er die LEGO-Steine für die eigenen Kinder wieder heraus und ergänzte sie. Beim Auszug der Kinder kaufte Martin ihnen die Steine ab, fing wieder an zu bauen und vernetzte sich mit weiteren LEGO-Begeisterten.